Auto Kauf in Großbritannien

Die Austrittsverhandlungen von Großbritannien aus der EU hat den Pfund-Kurs ganz schön in den Keller rasen lassen. Dies ist natürlich günstig für die übrigen EU-Bürger, für die sich jetzt Kurztrips nach London oder Glasgow, nach Cambridge oder Birmingham, nach Oxford oder Bristol lohnen. Doch für die britischen Verbraucher ist das eher ungünstig. Denn mit dem sinkenden Pfund und der hohen Inflation steigen auch die Lebenshaltungskosten, wie die Versicherung Auto. Indes ein Auto zu kaufen in Großbritannien ist im Moment recht günstig für die Festland-Europäer. Möglich macht dies auch die Wirtschaftskrise, die in Großbritannien zurzeit herrscht. Schuld daran: Der baldige Austritt aus der EU und die schleppenden Austrittsverhandlungen und die damit verbundene Unsicherheit der Verbraucher und Unternehmen. Deutsche Vermittler jedenfalls können sich derzeit gar nicht mehr vor Anfragen retten.

Foto: Benjamin Klack  / pixelio.de
Foto: Benjamin Klack / pixelio.de


Ungewisse Zukunft

Der Run auf die englischen Modelle setzt vom Festland ein, als der Wechselkurs vom Pfund zum Euro am Jahresende 2016 fast 1:1 stand. Gefragt wie nie bei Festland-Europäern sind Jaguar-, aber auch Aston-Martin-Modelle und auch Exoten, wie die schrägen TVR. Die Preise sind in Großbritannien um fast ein Drittel gefallen – und damit für Liebhaber erschwinglich und für diejenigen, die endlich einmal ein solches Fahrzeug besitzen wollten. Vor allem gebrauchte Modelle sind schon für wenige Tausend Euro zu haben. Die Vermittler haben alle Hände voll zu tun, um von Deutschland aus Liebhaber und Wunschauto zusammenzubringen. Und auch private Flüge zum Auto-Shopping werden nach Großbritannien immer häufiger unternommen. Man möchte natürlich auch noch die offenen Grenzen zwischen Großbritannien und EU nutzen – solange es geht.

Ansehen, fahren, kaufen und überführen

Das Prinzip: Ansehen, fahren und kaufen zieht die meisten Verbraucher an. Denn eine Probefahrt sollte man schon in dem Auto gemacht haben, dass man dann vielleicht für teures Geld kauft. Umrüstungen muss man natürlich vornehmen. Das ist aber der einzige Haken. Denn in Großbritannien gebaute bzw. zugelassene Fahrzeuge haben das Lenkrad nun einmal auf der der anderen Seite. Ein bisschen Geld kostet aber die Überführung, wenn man diese nicht durch den Eurotunnel selbst vornimmt. Liebhaber opfern dafür aber gerne Zeit und Geld, um ein solches Schnäppchen zu machen.