Naturschutz in der Schweiz

Naturschutz wird in der Schweiz sehr groß geschrieben. Rund 30 Prozent der Landoberfläche ist bewaldet, sodass dort viele verschiedene Tiere Zuflucht finden können. In den Alpen gibt es meist Tannen, Fichten, Arven und Lärchen. Ich habe in einem der Seminare Engadin mich viel mit diesem Thema beschäftigt. Die Wälder dort bieten aber nicht nur Tieren Zuflucht, sondern sind auch für die Menschen wichtig. Sie bieten einen natürlichen Lawinenschutz und einen Hochwasserschutz. Der Hochwasserschutz funktioniert so, dass die Bäume das Wasser aufnehmen und danach langsam wieder abgeben. So ist besonders bei Tauwetter nichts in der Schweiz überflutet. In Tessin gibt es eine Besonderheit: Hier wachsen Kastanien, die sonst nur vereinzelt zu finden sind. Früher waren die Kastanien wichtig für die Bevölkerung, um sich zu ernähren. Jetzt gibt es dort auch Palmen, die das Stadtbild verschönern. Neben der Aufgabe die Bäume und Pflanzen zu schützen, gibt es natürlich auch noch den Tierschutz. 83 verschiedene Säugetierarten leben in der Schweiz. Kleinsäuger und Fledermäuse gibt es besonders viele.

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Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Große Raubtiere gibt es gar nicht mehr und das ist auch der Grund, warum der Naturschutz begonnen hat. Der Wolf, der Luchs und der Bär wurden unter Schutz gestellt, damit sie nicht vollkommen aussterben. Gerade der Luchs wurde wieder in die Schweiz eingeführt, nachdem er verschwunden war. Beim Wolf war es ähnlich, nur dass die Wolfsrudel sich selbst wieder von Italien und Frankreich eingeführt haben. In Graubünden gibt es einige Braunbären, die zuvor im Jahr 1920 verschwunden waren, weil dort die Jagd eingeführt wurde. Keine Probleme hingegen hat der Rotfuchs, der sich sogar in den Städten wohl fühlt. Zusammen mit Dachsen leben die Füchse in Höhlen und werden nicht mehr gejagt. Murmeltiere und Wildkatzen gibt es auch noch vereinzelt. Fischotter gibt es seit dem Jahr 2000 nicht mehr, da sich der Zustand der Gewässer vor Ort verschlechtert hat. Weit verbreitet ist der Steinmader und auch der Baummarder, die sich ebenfalls in den Städten wohl fühlen, da es viel zu fressen gibt. Bei einer Wanderung in der Nacht kann man, wenn man Glück hat viele der genannten Tiere zu Gesicht bekommen. Unterwegs kann einem dabei aber auch ein Elch, ein Alpensteinbock oder auch ein Mufflon begegnen.