Olivenernte für gutes Olivenöl

Nicht jede Olive ist für ein gutes Olivenöl tauglich. Ist sie zu reif, dann kann man sie zwar verwenden, wird aber sicherlich kein gutes Olivenöl mehr heraus bekommen. Das gilt auch, wenn man die Oliven am Baum reifen lässt, bis sie zu Boden fallen. Wann aber ist der beste Zeitpunkt, um gute Oliven zu erhalten für ein noch besseres Olivenöl? Hier muss man schon ein Kenner sein, denn die Reife der Olive ist dafür ausschlaggebend, wie nachher der Geschmack des Öls ist. Wenn die Oliven noch sehr grün, also sehr unreif geerntet werden, dann wird das Olivenöl doch ein wenig schärfer und würziger im Geschmack. Aber auch sehr intensiv, was doch die Kenner sehr zu schätzen wissen. Nicht vergessen darf man dann auch, dass dieses Olivenöl sehr viele Inhaltsstoffe hat, die bekannterweise die Gesundheit stark fördern. Werden die Oliven aber erst spät geerntet und sind schon in der Reife weit fortgeschritten, dann ist das Öl sehr mild. Ertragreicher sind die Oliven, die länger hängen, doch ihre Inhaltsstoffe sind nicht mehr so ganz hochwertig. Auch die Zahl der Antioxidantien nimmt ab, je weiter der Reifegrad vorangeschritten ist.

 

Foto: Helene Souza / pixelio.de

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Wie stellt man die Reife fest?

Bei Oliven ist es recht einfach, den Reifegrad festzustellen. Sind die Oliven grün, dann sind sie noch unreif und es ist auch sehr schwer, hier ein Öl herzustellen. Wobei die Kenner auf das Öl der grünen Oliven gerne zurückgreifen. Es ist geschmacksintensiver mit einem leichten bitteren Nachgeschmack. Wird die Olive reifer, dann wird sie zuerst einmal leicht gelb-grün, nach dieser Verfärbung folgt ein rötliches violett – hier kann dann schon einiges mehr an Öl produziert werden. Doch den schärferen Geschmack erhalten die Oliven erst, wenn sie schwarz sind. Allerdings um dann Öl zu gewinnen, sind die Oliven schon zu reif. Diese werden für den normalen Verzehr und zum Einlegen genutzt.

Olivenöl ist wertvoll

Olivenöl ist sicherlich kein Produkt, das man sehr günstig bekommen kann. Ist es wirklich günstig, dann ist es kein reines Öl mehr, sondern meistens mit Zusätzen gemischt. Dies erlaubt der Gesetzgeber, doch es darf sich dann nicht mehr „extra Vergine“ nennen. Auch die Haltbarkeit leidet dann, denn ein Olivenöl, gewonnen aus den unreifen, grünen Früchten ist sehr lange haltbar.